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Gutes Erklärvideo zur Funktionsweise von heutigem Online-Advertising

Über ein Retweet des geschätzten Ralf Bendrath auf Twitter bin ich auf dieses Video aufmerksam geworden. Das Video ist von Dr. Johnny Ryan, der Chief Policy & Industry Relations Officer bei der Brave Software, Inc. („Brave“) ist. Und es erklärt, wie heutige Online-Werbung funktioniert.

Dieses Video ist für Procter & Gamble aufgenommen worden und soll dort das heutige, im Online-Advertising verwendete „Real Time Bidding“ (RTB) erklären. RTB ist sicher alles andere als trivial und viele Datenschutzbeauftragte und Juristinnen und Juristen verstehen nicht, wie das Ganze funktioniert. In diesem Video wird ab Minute 4:28 in großartig einfacher Weise erklärt, wie RTB funktioniert und warum es aus Datenschutzsicht besonders relevant ist.

Die rechtlichen Bewertungen, die Dr. Johnny Ryan, dann daraus zieht, teile ich nicht bzw. nicht ganz. Insbesondere die Ausführungen zu Art. 5 Abs. 1 lit. f) DSGVO sind m.E. etwas pauschal. Das ändert aber nichts daran, dass RTB hier einmal einfach und gut erklärt wird.

Wenn „Datenschutz“ zur Gefahr der Pressefreiheit wird…

Diese Podcast-Folge möchte ich allen ans Herz legen, die Werbung auf Internetseiten nur auf Basis einer Einwilligung für zulässig halten.

Denn das Abfordern einer Einwilligung kann hier ein ganzes Demokratieproblem auslösen. Das mag sich dramatisch anhören, ist es aber meines Erachtens auch. Mehr dazu im Podcast.

Und hier die Infos zur im Podcast angesprochenen Freikartenverlosung für die Konferenz „Digital Shift“ am 25.09.2019.

Ich verlose
4 Freikarten in Form von Gutscheincodes für die Onlinebestellung für die Teilnahme an der Konferenz.

Trage dazu einfach bis
12.09.2019 (18:00 Uhr) im nachfolgenden Formular deine E-Mail-Adresse ein. Unter allen Einsendungen verlose ich dann 4 Freikarten. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten eine E-Mail mit einem Gutscheincode zur Bestellung eines Tickets auf der Website des Veranstalters. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und nach Durchführung der Verlosung gelöscht.

Wenn du nicht gewonnen hast oder zu spät teilgenommen hast, du aber gerne zur Konferenz gehen möchtest, dann kannst du im Online-Shop der „Digital Shift“ diese Rabattcode hier verwenden: shift4guru

Und nein, ich bekomme keine Provision o.ä. dafür. Ich denke einfach, dass es für einige Hörerinnen und Hörer interessant sein kann.

Der BGH und die Kundenzufriedenheitsumfragen per E-Mail

Die Entscheidung ist gar nicht so ganz frisch. Stammt sie doch aus dem Juli 2018. Gemeint ist das Urteil des BGH vom 10.07.2018, Az. VI ZR 225/17. Diese Entscheidung war unter den Datenschutz-Coaching-Mitgliedern diese Woche ein großes Thema.

Gleich mehrere Anfragen kamen dazu. Daher habe ich das Urteil auch heute morgen schon kurz im Datenschutz-Update für Datenschutz-Coaching-Mitglieder besprochen.

In dem Urteil erklärt der BGH es für unzulässig, dass ein Internet-Händler dem Kunden (eine Privatperson) eine Bitte zur Teilnahme an einer Kundenzufriedenheitsumfrage sendet. Und das obwohl diese „nur“ im Zusammenhang mit dem Versand der Rechnung an den Kunden erfolgte. Ein Skandal? Eine Revolution? Nicht wirklich. Aber schon von Bedeutung.

Hier die Besprechung des Urteils und zugleich ein kleiner Ausflug in das Permission Marketing im Sinne von Seth Godin.