Schulung

Datenschutz-Mittwoch: Datenschutz-Schulungen in Unternehmen und öffentlichen Stellen

Im heutigen „Datenschutz-Mittwoch“ ging es um das Thema „Datenschutz-Schulungen in Unternehmen und öffentlichen Stellen“.

Hier ging es insbesondere um diese Fragen:

  1. Muss ich die Beschäftigten zum Thema Datenschutz schulen?
  2. Wie lang muss eine Schulung sein?
  3. Welche Themen müssen in einer Schulung enthalten sein?
  4. Wer darf oder sollte die Schulung machen?
  5. Ist E-Learning für Schulungen eine gute Idee?

Die Aufzeichnung können sich Datenschutz-Coaching-Mitglieder sich hier ansehen:

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Welche DSB-Schulungen biete ich aktuell an – und warum?

In diesem Beitrag geht es auch um meine Gründe dafür, dass ich wieder Präsenzschulungen für Datenschutzbeauftragte (DSB) anbiete.

Was war…

Ich habe seit Anfang der „2000er“-Jahre (sagt man das so?) Datenschutz-Schulungen durchgeführt. Zu Beginn waren das eher Schulungen in Unternehmen, die wir heute vielleicht „Awareness-Schulungen“ nennen würden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen sollten für den sorgsamen und natürlich rechtskonformen Umgang mit personenbezogenen Daten sensibilisiert werden.

Hinweis: Mein aktuelles Schulungskonzept für 2020 sieht zeitbedingt etwas anders aus. Du findest die jeweiligen Live-Schulungen immer im Kalender. Ansonsten gibt es alle Online-Kurse im Rahmen des Datenschutz-Coachings, sofern die Kurse nicht einzeln zum Kauf angeboten werden.

Später – das war dann Ende der „2000er“-Jahre wurden dann immer mehr Schulungen für Datenschutzbeauftragte nachgefragt. Die gab es dann seitdem in diversen Varianten. Von knackigen 1-Tages-Schulungen bis hin zu 3-Tages-Schulungen. Längere Schulungen konnte und wollte ich nicht anbieten bzw. als Referent durchführen, weil ich es mir nicht erlauben konnte, die Kanzlei so lange „allein“ zu lassen. Da würden zu viele Dinge liegen bleiben.

Bewährt hatten sich dann in den „2010er“-Jahren bei mir die zweitägigen Schulungen für Datenschutzbeauftragte. Das passte gut zu meinem Kanzlei-Alltag und die zweitägigen Veranstaltungen hatten für die Teilnehmenden den Vorteil, dass es keine „Überdosis“ Datenschutz gab. Wenn wir ganz ehrlich sind, sind die Menschen in Datenschutz-Schulungen schon nach zwei Tagen „vollgestopft“ mit neuen Informationen. Am dritten Tag tritt dann entweder eine „Ladehemmung“ im Gehirn oder eben – vielleicht auch damit verbundene – Frustration.

Meine Erkenntnisse aus langen Jahren von Präsenzschulungen – Ernüchterung

Ab 2016 war mir eines klar. Das derzeitige Modell, wie zu Datenschutzbeauftragten „ausgebildet“ wird, ist „broken“…es ist kaputt. Wir schicken Menschen in Schulungen für Datenschutzbeauftragte (DSB) oder sie schicken sich selbst. Ziel dieser Schulungsteilnehmer ist es häufig, dass sie ihr Fachwissen nicht nur erwerben, sondern auch bestätigt haben wollen. Ein Zertifikat wird ersehnt. Ein Zettel, aus dem sich ergibt, dass man nun als DSB tätig sein „darf“.

Und danach kommt häufig die bittere Erkenntnis. Du wirst als DSB täglich mit Dingen konfrontiert, denen du nicht gewachsen bist. Es ist nicht nur ein Wurf ins kalte Wasser. Du wirst sehr häufig das Gefühl haben, dass du jeden Tag als angehende oder angehender DSB eine Art von Dauer-Eisbaden machst – nur, dass es dir irgendwann nicht mehr als „freiwillig“ vorkommt.

Ich habe mich sehr oft gewundert, warum ich dieselben Menschen im nächsten Jahr wieder in der gleichen Schulung wiedersehe. Finden die mich nun als Referenten toll? Okay…vielleicht war das bei einigen ein Teil der Motivation. Aber die bittere Wahrheit ist oft, dass diese wiederkehrenden Teilnehmer in Schulungen sehr häufig das Gefühl haben, dass sie die DSB-Schulung einfach noch einmal neu machen müssen, weil sie – und das ist mein „Learning“ aus vielen Jahren Schulung – eben kein Fachwissen erworben haben. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass es sie nachhaltig befähigt, den Job als DSB ruhig und gelassen auszuführen. Nach meinen Gesprächen mit wiederkehrenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Schulungen sieht es häufig so aus:

  • Du nimmst an einer DSB-Schulung teil und gehst auch mit einem guten Gefühl nach Hause. Du weißt zwar nicht ganz genau, was auf dich zukommt. Aber du hast das Gefühl, dass das schon noch von alleine kommt.
  • Zurück bei der Arbeit überlegst du dir, wie du das Thema Datenschutz im Unternehmen als DSB angehen sollst und wirst dann – wie sollte es anders sein – vom Tagesgeschäft überrollt. Denn du hast keine Vollzeit-Stelle als DSB, sondern bist auserkoren worden, diese Aufgabe zu übernehmen und sollst das neben deiner „eigentlichen“ Arbeit erledigen. Häufig ohne eine konkrete Freistellung, mit der etwas klarer wäre, wieviel Zeit du dir für das Thema nehmen darfst.
  • Sehr schnell zeigt sich, dass es zwar mal Datenschutz-Anfragen gibt, aber das Tagesgeschäft dominiert.
  • Und nach sechs Wochen reflektierst du die Situation erstmals und merkst, dass du das, was du zum Datenschutz gelernt hast, schon gar nicht mehr richtig „präsent“ hast. Und du hast vielleicht auch nicht das Gefühl, dass du das Wissen auf die Schnelle wieder für dich nacharbeiten kannst. Denn „wann“ solltest du das denn noch machen? Ein Teufelskreis. Und so meldest du dich vielleicht nach einigen Monaten dieser sich verfestigenden Erkenntnis erneut zu einer Schulung an. Im nächsten Jahr wird es alles besser…

Nur: Es wird eben meist nicht besser. Wenn du immer die gleichen Dinge tust, wirst du auch immer wieder die gleichen Resultate erleben.

Übrigens macht es nach meiner Erfahrung keinen wesentlichen Unterschied, ob meine DSB-Schulung nun zwei Tage, drei Tage oder fünf Tage betrug. Ich habe Dutzende von Teilnehmerinnen und Teilnehmern in meinen Schulungen gehabt, die zuvor die verbreiteten 5-Tages-Schulungen hinter sich hatten. Die Erfahrungen waren identisch.

Ich habe aber auch Ausnahmen erlebt. Und so gibt es m.E. gute Erfahrungen mit der „udis“-Schulung und auch das GDD-Konzept mit gestuften Schulungen zum Datenschutz hat bei den Teilnehmenden, die ich kennengelernt habe, ein merklich nachhaltigeren Effekt.

Das oben dargestellte Szenario betrifft natürlich vor allem interne DSB. Aber was ist mit den ganzen externen DSB?

Die haben meist nicht das Problem, von anderen Aufgaben des Tagesgeschäfts überrollt zu werden. Denn es ist ihr Tagesgeschäft. Aber auch als externe oder externer DSB wirst du jeden Tag ins kalte Wasser geworfen. Aber du hast eben mehr Zeit (oder mehr Not), das Schwimmen zu erlernen.

Bei externen DSB trennt sich dann aber auch ganz schnell die Spreu vom Weizen. Einige gleiten elegant durch das Wasser und andere „paddeln“ mit nicht unbedingt professioneller Schwimmtechnik zum Ufer.

Ich kenne eine ganze Reihe von exzellenten externen DSB, die jeden Tage ihre Frau oder ihren Mann stehen, und ein fulminantes Wissen im Datenschutz erworben haben.

Und ich kenne auch eine Reihe von externen DSB, die sich „alleine“ fühlen. Vielleicht kennst du auch dieses Gefühl, das entsteht, wenn ein Kunde dir eine knifflige Frage zum Datenschutz stellt und eine verbindliche Aussage verlangt. Und auf einmal hängt es – so dein Gefühl – an dir, ob der Kunde nun entweder erheblich Geld in die Hand nehmen muss, um z.B. technische Sicherheitsmaßnahmen einzuführen, oder du ihm sagst, dass er das nicht benötigt: Obwohl du insgeheim zweifelst, ob dir diese Aussage nicht doch noch einmal als Bumerang um die Ohren fliegt, wenn dann doch einmal die Aufsichtsbehörde diese Verarbeitung in die Finger bzw. auf den Tisch bekommt. Das sind die Momente, in denen du froh bist, eine Haftpflichtversicherung für deine DSB-Tätigkeit abgeschlossen zu haben. Aber warte…die zahlt ja nicht, wenn ich grob fahrlässig gehandelt habe, oder? War das nun grob fahrlässig? Da ist es wieder…dieses schlechte Gefühl.

Meine erste Lösung: Bye, bye altes Schulungsmodell

Im Jahr 2018 habe ich mich dann vom „herkömmlichen“ Schulungsmodell verabschiedet. Ich gebe zu: Dafür gab es neben der oben erwähnten Erkenntnis auch den Wunsch, einfach weniger zu reisen.

Ich war und bin der festen Überzeugung, dass ein Fachwissen für DSB nicht einfach „initial“ einmal erworben wird. Es ist vielmehr ein kontinuierliche, andauernder Prozess. Aber du brauchst ein Fundament. Etwas Festes, auf dem du aufbauen kannst. Für das kontinuierliche Lernen war mir recht schnell klart, dass sich dies optimal über ein Online-Programm umsetzen lässt. Und so entstand das Datenschutz-Coaching, das Datenschutzbeauftragten oder anderen Menschen, die im Datenschutzrecht tätig sind, als Grundlage dafür dient, ihr Fachwissen im Datenschutz aufrechtzuerhalten und weiter auszubauen.

Wie aber nun das „Fundament“ schaffen für die Menschen, die eben noch nicht Datenschutzbeauftragte sind, sondern es erst werden wollen (oder sollen)? Meine Idee war, dass sich ein Online-Kurs für Datenschutzbeauftragte, der als Online-Kurs so konzipiert ist, dass jeder in seinem eigenen Tempo die Schulungsinhalte durchlaufen und so das Fundament für ein Fachwissen erwerben kann, die beste Möglichkeit ist. Und daran glaube ich persönlich immer noch. Entstanden ist so ein Kurs mit über 27 Stunden Videomaterial, bei dem die Schulungsteilnehmer am Ende einen Selbsttest vornehmen konnten, um zu sehen, wie es mit ihrem Fachwissen bestellt ist. Nach etwas über einem 3/4 Jahr Erfahrung mit diesem Online-Kurs konnte ich Folgendes feststellen:

  • Der Kurs ist gut angenommen worden. Viele Teilnehmerinnen mochten insbesondere die zeitliche Flexibilität beim Lernen.
  • Der Anteil der Teilnehmer, die „nicht durchziehen“, ist recht hoch. Viele haben den Kurs nicht beendet.
  • Die Durchfallquote beim Selbst-Test zum Fachwissen war sehr hoch.

Die Testteilnehmer mussten 80% der möglichen Punktzahl erreichen. Von 524 Testteilnehmern haben nur 5 Prozent der Teilnehmer des Test erfolgreich bestanden und über 80% der Punkte erreicht.

Natürlich kann ich mir das jetzt selbst als Armutszeugnis ankreiden, weil die Inhalte zu schlecht oder der Test zu schwer war oder beides.

Nachdem ich mir das eine Weile lang angesehen habe, wurde mir persönlich klar, dass das Problem dieses Online-Kurses ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht „dranbleiben“. Und „dranbleiben“ ist das „A“ und „O“ des Erfolges – auch für Online-Kurse für Datenschutzbeauftragte. Und da die Kursinhalte sowieso aktualisiert werden mussten, habe ich den Kurs schon Anfang des Jahres „offline“ genommen und ein neues Konzept erarbeitet.

Meine neue, verbesserte Lösung mit Einbindung der „Learnings“

Okay…es war also klar, dass ich das Ziel, möglichst viele Menschen zu guten Datenschutzbeauftragten zu machen, mit dem bestehende Online-Kurs nicht gut genug erreiche. Daher musste ein noch besseres Konzept her.

Hello „Präsenzschulung für Datenschutzbeauftragte“

Hinzu kam aber noch ein weiterer Aspekt, den ich vernachlässigt habe: Viele Menschen möchten gerne Präsenzschulungen machen. Und ich habe mittlerweile auch besser verstanden, warum das so ist.
Ich persönliche lerne gerne online und habe an zahlreichen Online-Kursen teilgenommen. Ich mag es, dann zu lernen, wann es bei mir am besten in den Zeitplan passt. Aber ich bin eben nicht „jeder“.

Andere Menschen mögen aus guten Gründen lieber eine Präsenzschulung. Und Präsenzschulungen haben natürlich auch Vorteile:

  • Du bist in einem Raum und kannst schlechter weglaufen. Du wirst dich also eher dazu zwingen müssen, dich mit den Schulungsinhalten zu beschäftigen.
  • Du erlebst eine Schulung mit allen Wahrnehmungskanälen. Das kann große Vorteile haben. Während Online-Schulungen vornehmlich auf den visuellen und auditiven Kanal beschränkt sind, können in Präsenzschulungen alle Sinne angesprochen werden. Das kann das Lernen beschleunigen oder intensivieren.
  • Du hast einen fest vorgegebenen Zeitraum, in dem du dich mit den Inhalten befasst.

Und viele Menschen lernen für sich einfach besser in diesem „Setting“. Um diesen Wünschen nachzukommen (und weil meine eigene Reisemüdigkeit von 2018 kuriert ist), gibt es nun wieder Präsenzschulungen von mir, die du hier im Shop findest und ggf. auch noch buchen kannst.

Natürlich kannst du an zwei Tagen kein Fachwissen erwerben. Und deswegen gibt es zusätzlich auf die Präsenzschulung abgestimmte Online-Lektionen, mit denen du dein Fachwissen vertiefen kannst. Mehr zum Konzept kannst du in diesem Video erfahren:

Hello again „Online-Kurs für Datenschutzbeauftragte“

Außerdem gibt es dann ab Frühjahr noch den neuen Online-Kurs für Datenschutzbeauftragte.

Dem neuen Konzept für den Online-Kurs für Datenschutzbeauftragte liegen folgende Gedanken zugrunde:

  • Ein Online-Kurs für Datenschutzbeauftragte ist eine gute Möglichkeit, ein Fundament für ein Fachwissen von Datenschutzbeauftragten zu erlangen.
  • Der Erwerb von Fachwissen ist ein anhaltender Prozess. Ich bestätige daher die Teilnahme an dem Kurs, aber keinen Erwerb des Fachwissens. Wer sich ein Fachwissenszertifikat an die Wand hängen möchte, sollte die Ausbildung bei Anbietern machen, die dieses Procedere für glaubwürdig halten. In meinem Kurs geht es darum, in seriöser Art und Weise im Datenschutzrecht „fit“ zu werden. Und zwar so fit, dass du dir später zutraust, Fachwissensprüfungen jederzeit zu bestehen.
  • Online-Kurse haben den großen Vorteil, dass Teilnehmer selbstbestimmt und nach ihren eigenen zeitlichen Möglichkeiten, Wissen erwerben können. ABER: Mit dem neuen Online-Kurs für Datenschutzbeauftragte nehme ich die Teilnehmer an die Hand. Es gibt Zeitpläne, die ich vorgebe, die du als Vorgabe für ein zielgerichtetes Lernen nutzen kannst. So weißt du, was du tun musst. Vor allem aber sind die Lernpläne so gestaltet, dass du auch nur das machst, was du machen musst, um das Ziel zu erreichen. So überarbeitest du dich nicht und kannst in einem entspannten Zustand lernen.
  • Es gibt grundsätzlich jede Woche ein Online-Meeting zur Nachbereitung der Online-Lektionen der aktuellen Woche. Hier beantworte ich deine Verständnisfragen zu den Lektionen der jeweils aktuellen Woche.
  • Der Online-Kurs läuft über 6 Wochen. Ich halte das für eine optimale Zeit, um ein gutes Fachwissens-Fundament zu schaffen. Und es ist kurz genug, um dich dranbleiben zu lassen.
  • „Irgendetwas ist ja immer“…du kannst krank sein oder bei deiner Arbeit geht es dann doch drunter und drüber? Dann kannst du den Online-Kurs natürlich in deinem Tempo nacharbeiten und kannst auch die Aufzeichnungen der Online-Meetings ansehen. Du hast für einen Zeitraum von 6 Monaten Zugriff auf den Online-Kurs. Wenn du es in der Zeit nicht geschafft hast, dann hat es keinen Sinn mehr. Du solltest von vorne anfangen.
  • Der Kurs wird günstig sein. Für die 6-Wochen berechne ich 238,00 € inkl. MwSt. Warum so preiswert? Ich bin ehrlich: Ich habe die Hoffnung, dass du Gefallen an meinen Schulungsmethoden und -inhalten finden wirst und dann nach dem Kurs das Datenschutz-Coaching buchst.Da sich gezeigt hat, dass es für die Teilnehmer des Onlinekurses extrem hilfreich ist, auch auf die weiteren Inhalte für Datenschutz-Coaching-Mitglieder zuzugreifen, bieten wir den Onlinekurs für Datenschutzbeauftragte künftig nur noch für Datenschutz-Coaching-PRO-Mitglieder an. Diese können während ihrer 12-monatigen Mitgliedschaft 1x kostenlos an dem Onlinekurs teilnehmen.
  • Der Kurs findet mindestens 2x pro Jahr statt.

Mein Schulungsansatz

Neben den DSB-Schulungen wird es noch weitere Schulungen geben, von denen eine „Schulungsart“ bereits feststeht, und zwar die „Datenschutz-Update“-Schulung.

Diese Schulung richtet sich an bereits benannte Datenschutzbeauftragte oder sonstige Interessierte, die einfach noch einmal ihr Datenschutzwissen auffrischen wollen. In dieser eintägigen Schulung bespreche ich die aktuelle Rechtsprechung und Aufsichtsbehörden-Praxis und gebe Tipps & Tricks für die Umsetzung.

Ingesamt biete ich nun also folgende Arten von Datenschutz-Schulungen:

  1. Schulung für Datenschutzbeauftragte (Präsenzschulung – 2 Tage) Zielgruppe: Einsteiger oder DSB, die noch einmal von vorn anfangen oder einen neuen Lernansatz kennenlernen wollen. Oder angehende DSB, die keine Zeit haben, auf den 6-Wochen-Kurs zu warten.
  2. Online-Kurs für Datenschutzbeauftragte (Präsenzschulung – 6 Wochen) Zielgruppe: Einsteiger oder DSB, die noch einmal von vorn anfangen oder einen neuen Lernansatz kennenlernen wollen. Datenschutz-Coaching-PRO-Mitglieder können übrigens einmal pro „Coaching“-Jahr kostenlos an dem Kurs teilnehmen.
  3. Datenschutz-Update (Präsenzschulung – 1 Tag) – Zielgruppe: Bereits benannte DSB oder Fortgeschrittene, die ihr Fachwissen auffrischen wollen.

Da sollte für alle DSB etwas dabei sein…

Datenschutzschulung: Video für Beschäftigte

Das Jahr 2018 war mit dem Geltungsbeginn der DSGVO im Mai 2018 für viele ein arbeitsreiches Jahr – auch für mich. Allerdings fing es schon 2017 mit den Vorarbeiten an. Da entstand dann auch die Idee, ein Schulungsvideo für Beschäftigte zur Verfügung zu stellen, dass Mandanten oder auch andere Unternehmen über ein E-Learning-Tool auf meiner Internetseite nutzen könnten, um nach Stellen einiger Prüffragen dann automatisiert ein Schulungszertifikat die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter zu erstellen. Vor ziemlich genau sieben Monaten ist dann das Video fertigstellt worden und online gegangen.

Seitdem sind rund 1.500 Beschäftigte durch diese Online-Schulung gelaufen. Im Sommer habe ich dieses Angebot allerdings als nicht weiter „buchbar“ gemacht. Warum? Diese Art von Schulung ist ein „Massengeschäft“. Und ich habe mich nach einer heftig arbeitsreichen DSGVO-Zeit bewusst dazu entschieden, nicht nur meine direkten Mandanten, sondern auch die Anzahl der „User“ auf der Plattform zu beschränken. Das gilt übrigens auch für die maximale Anzahl der Datenschutz-Coaching-Mitglieder.

Ich bin also „raus“ aus dem Geschäft von massenhaften E-Learning-Schulungen von Beschäftigten zum Datenschutz. Und das ist nicht schlimm. Denn es gibt ausreichend viele Alternativen im Netz. Die kann jeder anschauen, in der Regel auch kostengünstig ausprobieren und dann entscheiden, ob das „passt“. Und sicherlich sind viele Schulungsvideos oder E-Learning-Umsetzungen besser als meine. Ich bin da nicht eitel. Anstatt nun aber mein Video einfach in Vergessenheit geraten zu lassen, stelle ich es hier zum Anschauen online:


Und für Datenschutz-Coaching-Mitglieder gibt es dann noch einen kleinen Bonus. Denn die Datenschutz-Coaching-Mitglieder sehen nachfolgend den sog. Einbettungs-Code, mit dem das Video in eigenen E-Learning-Tools verwendet werden kann.


Hinweis: Du siehst hier keine (weiteren) Inhalte, weil du kein Datenschutz-Coaching-Mitglied bist. Vielleicht möchtest du aber auch die Vorteile des Datenschutz-Coachings nutzen? Dann kannst du hier mehr erfahren, buchen und dann sofort auf die Inhalte zugreifen.

Wie schule ich Mitarbeiter bzgl. des Datengeheimnisses und weise das nach?

Das ist eigentlich ganz einfach. Wir können nämlich natürlich die beste Möglichkeit nutzen: Präsenzschulungen

Ja, es ist richtig – auch ich bin der Auffassung, dass Präsenzschulungen im Hinblick auf das Thema „Training & Awareness“ zum Datenschutz und speziell dem Datengeheimnis das beste Mittel sind.

Nur machen wir uns nichts vor. Sehr häufig wird in vielen Unternehmen die Zeit, das Budget und vielleicht auch das Know-How fehlen, um Präsenzschulungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzubieten. Ich kenne das nur zu gut. Es vergeht eigentlich kaum eine Woche, in der nicht ein Unternehmen eine Präsenzschulung angefragt – natürlich „inhouse“. Dafür fehlt mir wiederum schlichtweg die Zeit.

Das Thema Datenschutzschulung wird mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) noch einmal ganz neue Dimensionen annehmen. Durch die dann geltende Rechenschaftspflicht wird man noch viel verstärkter als zuvor mit Schulungsnachweisen im Unternehmen arbeiten müssen. Selbst in kleinen und mittelständischen Unternehmen wird aber eine Datenschutzschulung sehr häufig schon eine Herausforderung in der Umsetzung darstellen.

Da es keine strikten Vorgaben zu Art und Umfang von Datenschutzschulungen für Beschäftigte gibt, spricht nichts dagegen, auch in diesem Bereich mit moderner Technologie zu arbeiten. Und so haben in den vergangenen Jahren immer mehr Unternehmen auf das Thema Online-Schulung oder auch E-Learning gesetzt.

Voraussetzung für eine Schulung zum Datengeheimnis oder der „Nachklapp“ dazu ist dann natürlich auch noch eine „Verpflichtung auf das Datengeheimnis“. Hier habe ich ja schon vor einigen Jahren ein Muster zur Verfügung gestellt, dass nach wie vor aktuell ist. Dieses wird im Frühjahr 2018 überarbeitet und an die DSGVO angepasst werden. Solange empfehle ich jedoch, die alte Verpflichtung auf das Datengeheimnis nach dem BDSG zu verwenden.

Ich habe bis Anfang Januar auch die Möglichkeit einer kostenlosen E-Learning-Schulung angeboten. Diese habe ich aufgrund der Umstellung auf eine andere Technologie und der anstehenden neuen Datenschutzschulung für Mitarbeiter nach der DSGVO vom Netz genommen. Die automatische Erstellung der Zertifikate funktionierte nicht mehr und da eine Überarbeitung nicht lohnte, musste ich hier den „Kanal“ zumachen.

2-tägige Schulung für Datenschutzbeauftragte in Hannover (26./27.3.2015)

Ich bin schon seit einigen Jahren regelmäßig für die bag Arbeit e.V. als Referent für Datenschutzthemen tätig. Die bag Arbeit ist ein Verein für Unternehmen aus dem Bereich der Bildungs- und Arbeitsförderung. Im Bereich der Beschäftigung und Qualifizierung gibt es viele – und auch spezifische – Datenschutzthemen. Der Verein bietet aber auch Datenschutzschulungen an, die für Personen, die nicht im Bereich der Beschäftigung und Qualifizierung als Schulung oder Fortbildung in Betracht kommen.

Im ersten Quartal 2015 biete ich bei der bag Arbeit eine Datenschutzschulung für betriebliche Datenschutzbeauftragte an. Der Kurs ist sowohl als Grundlagenkurs für frisch gebackene Datenschutzbeauftragte (oder solche, die es werden wollen/sollen) als auch als Auffrischungskurzs für Datenschutzbeauftragte mit Erfahrung geeignet.

Tipps für eine interessante Datenschutz-Schulung

Der betriebliche Datenschutzbeauftragte hat die gesetzliche Aufgabe, die Mitarbeiter des Unternehmens mit den Datenschutz-Vorschriften „vertraut zu machen“. Soweit so gut. In der Praxis wird diese Schulungsaufgabe gerne durch mehr oder weniger interessante „Beschulungsveranstaltungen“ erledigt. Hilfreich ist dabei ein Foliensatz (z.B. für Powerpoint), der das zugegebenermaßen nicht unbedingt „spannende“ Thema Datenschutz bildlich veranschaulicht. Wie kann man so etwas jenseits von langweiligen „Bulletpoints“ auf Powerpoint-Folien machen? Dazu möchte ich ein paar Anregungen geben.

Der Mensch ist ein Wesen mit mehreren Sinnen. Er kann visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch und gustatorisch wahrnehmen. In einfachem Deutsch: er kann sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken. Drei dieser Sinne sind dabei bei den meisten Menschen stärker ausgeprägt bzw. von höherer Bedeutung: Sehen, Hören und Fühlen.

Wir wissen heute, dass Menschen häufig – und auch situationsbedingt – einen bevorzugten Wahrnehmungskanal haben. Manche Leute sind eher visuell, andere eher auditiv. Dies kann und sollte man bei der Vermittlung von Informationen beachten und für sich nutzen.

Neben dem reinen Wortbeitrag in einer Schulung, mit dem man primär die „auditiven“ Menschen anspricht, können an die Wand „gebeamte“ Folien helfen, den eher visuell veranlagten Zuschauer für die Inhalte zu gewinnen. Es liegt auf der Hand, dass die Folien dann nicht nur „schnöden“ Text – nach Gliederungspunkten sortiert – enthalten sollten. Das nutzt nur dem Redner als eine Art Spickzettel, nicht aber dem dann visuell eher noch vergraulten Zuschauer.

Schwierig wird es, die Informationen den Menschen mit kinästhetischer Präferenz nahe zu bringen: Wie soll man Datenschutz „fühlen“?
Es kann hilfreich sein, Gegenstände in die Präsentation einzubauen. Warum nicht z.B. einfach eine Miniüberwachungskamera, einen RFID-Chip o.ä. mit in die Veranstaltung bringen, und den Leuten diesen Gegenstand zum Erleben in die Hand geben. Das muss natürlich thematisch passen. All das kann dazu beitragen, dass sich die Veranstaltung selbst und die Inhalte in den Köpfen der Zuhörer und Zuschauer verankert.

Ich möchte dazu anregen, mehr Mut (und Spaß) bei der Erstellung von Folien für Datenschutz-Schulungen an den Tag zu legen. Sie helfen damit nicht nur sich, sondern auch Ihren Zuhörern. …