Datenschutz-Tipp Nr. 27 – Die Matrix der Bußgeldrisiken – Wie Sie sich einen Überblick über Bußgeldrisiken verschaffen

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Datenschutz-Tipps für Unternehmen

INHALTSÜBERSICHT

  1. Die Matrix der Bußgeldrisiken im Datenschutz
  2. Organisatorisches zum Newsletter – Neue Gestaltung

1. Die Matrix der Bußgeldrisiken im Datenschutz

Ich möchte Ihnen gerne jemanden vorstellen: TIM JANKE

TIM JANKE, nennen wir ihn einfach TIM, ist 42 Jahre alt und hat nach seinem Studium der Wirtschaftsinformatik in einigen Unternehmen gearbeitet. Zunächst als Trainee, dann als Projektmanager und später als Leiter einer Unterabteilung. Mit praktischer Informatik hat TIM nicht mehr viel zu tun. Im Laufe der Jahre hat er viel mehr Spaß daran gehabt, neue Projekte zu planen, auf die Beine zu stellen und dann die Umsetzung zu begleiten. Ich denke, wir können das im weitesten Sinne “Projektmanagement” nennen.

Nun hat TIM ein neues Projekt. In einer neuen Firma. Mit einem neuen Chef. Einem neuen Gehalt. Einem neuen Dienstwagen. Und, und, und…

Sie werden TIM in den kommenden Wochen ein wenig über die Schulter schauen. Denn TIM ist auch ein bisschen wie Sie. In seinem Assessment-Training für den Job, den er bekommen hat, wurde ihm ein nach einem Interview ein Persönlichkeitsprofil ausgestellt. Dort stand Folgendes, das Ihnen vielleicht auch bekannt vorkommt. Nehmen Sie sich bitte kurz die Zeit, das Profil AUFMERKSAM zu lesen:

Herr TIM JANKE hat ein großes Bedürfnis, dass andere Menschen ihn mögen und bewundern.
Er hat einen leichten Hang zur Selbstkritik. TIM hat eine ganze Menge ungenutzter Fähigkeiten, die er noch nicht zu seinem Vorteil umgewandelt hat. Auch wenn er einige persönliche Schwächen hat, ist er allgemein in der Lage, diese zu kompensieren.

Seine Einstellung zur Sexualität hat ihm einige, kleinere Probleme bereitet. Nach außen wirkt TIM JANKE diszipliniert und kontrolliert. Im Inneren neigt er dazu, etwas unruhig und unsicher zu sein. Manchmal hat er ernsthafte Zweifel, ob er eine Entscheidung richtig getroffen oder eine Sache richtig gemacht hat.

TIM JANKE mag ein gewisses Maß an Veränderung und Vielfalt. Er wird unzufrieden, wenn er durch Verbote und Beschränkungen eingeengt wird. TIM ist stolz darauf, ein unabhängiger Denker zu sein und akzeptiert keine Äußerungen von anderen ohne hinreichenden Nachweis. TIM JANKE hält es für unklug, anderen gegenüber zu offen zu sein. Manchmal ist er extrovertiert, umgänglich und gesellig, und zu anderen Zeiten ist er in sich gekehrt, misstrauisch und ein wenig scheu.
Sicherheit ist ein wichtiges Ziel in TIMs Leben.

Finden SIE sich in dieser Beschreibung nicht auch wieder? Das ist kein Wunder. Googlen Sie einfach mal nach dem Barnum-Effekt oder Forer-Effekt. Dann werden Sie sehr schnell herausfinden, warum das Profil oben zu großen Teilen auch von Ihnen als passend empfunden werden durfte. Und wenn Sie das Ganze einmal in der Praxis sehen möchten und Englisch verstehen können, dann empfehle ich wärmstens dieses Video des Engländers Derren Brown, das Sie auf YouTube finden:

Wie dem auch sei – ich bin vom Thema abgekommen.

TIM hat einen neuen Job. Sein bisheriger Erfolg, Projekte zu planen und dabei auch das Budget einzuhalten oder gar zu drücken, hat ihm nun einen neuen Job eingebracht. Er ist nun CONTROLLER in der neuen Firma. Die Firma, in der TIM nun arbeitet, heißt “NEURAL PATHWAY GmbH” und ist ein IT-Dienstleister, der Unternehmen bei der Planung, Installation und Wartung von komplexen IT-Umgebungen unterstützt.

Bei seinem Einstellungsgespräch hat der Geschäftsführer TIM gebeten, sich auch dem bisher etwas stiefmütterlich behandeltem Thema DATENSCHUTZ im Unternehmen anzunehmen. Sein Persönlichkeitsprofil passe dazu recht gut. Und da TIM schon in Projekten mit dem Thema häufiger zu tun hatte und zumindest einen groben Überblick über die Materie hatte, hat er sich dazu bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen.

Die ersten Arbeitstage von TIM in seinem neuen Job waren recht ereignisreich. Viele Eindrücke…und so langsam konnte er sich in seine neuen Aufgabengebiete einarbeiten. Für Datenschutz war bis dahin keine Zeit.

In der wöchentlichen Reporting-Besprechung hat er seinem Chef dann auch offenbart, dass er bisher noch keine Zeit gehabt hatte, sich dem Thema Datenschutz zu widmen. Sein Geschäftsführer fand das sehr nachvollziehbar und hat dann angeregt, das es hilfreich, wenn TIM zunächst einmal grob die Risiken zusammentragen könnte, die sich aus der fehlerhaften Umsetzung von Datenschutzanforderungen ergeben können.

Viel hat TIM dazu nicht gefunden. Was er aber ganz hilfreich fand, war eine Übersicht über die gängigen Bußgeldrisiken bei Verletzungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).

In der Übersicht fand er die gängigsten Bußgeldtatbestände, gegliedert nach den jeweiligen Bußgeldhöhen, die er im nächsten Gespräch mit seinem Chef als Gedankenstütze nutzen könnte.

Habe Sie auch Interesse an dieser Übersicht? Sie finden Sie hier:

MATRIX DER BUßGELDRISIKEN
http://www.datenschutz-guru.de/2010/04/matrix-der-bussgeldrisiken-bei-datenschutzverstosen/

Und was TIM künftig noch so erlebt bei seiner Bewältigung des Themas Datenschutz im Unternehmen…das lesen Sie bald…HIER!

2. Organisatorisches zum Newsletter – Neue Gestaltung

Oha…wenn Sie das jetzt lesen, wundern Sie sich möglicherweise etwas. Sah das sonst nicht anders aus, dieses Newsletter-Ding vom Datenschutz-Guru? Ja…Sie haben Recht. Das sah es. Vielleicht sogar irgendwie hübscher.

Vielleicht haben Sie sich auch gewundert, warum es in der letzten Zeit gar keine Newsletter per E-Mail mehr gab? Das würde mich freuen. Denn das würde ja bedeuten, dass Sie mich vielleicht sogar ein bisschen vermisst haben.

Ich habe von Ihnen ziemlich viel Feedback bekommen. Und das ist klasse! Teilweise habe ich unaufgefordert Wünsche und Verbesserungshinweise bekommen (großartig!), und ich habe auch bei einigen von Ihnen gezielt Nachfragen gestellt und um Feedback gebeten.

Die letzten Wochen waren extrem arbeitsreich, und ich war etwas unzufrieden mit dem bisherigen Aufbau des Newsletters. Kennen Sie das, wenn Sie mit etwas unzufrieden sind, und sie sich deswegen nicht dazu hingezogen fühlen? Natürlich kennen Sie das! Vielleicht sogar nur zu gut von Ihrer Arbeit. Doch die müssen Sie machen. Dafür gibt es faktischen (externen) Druck. Nun, den habe ich in diesem Projekt ja nur bedingt. Ich bin nicht verpflichtet, diesen Newsletter für Sie zu schreiben. Zumindest nicht rechtlich. Aber moralisch fühle ich mich schon verpflichtet. Also habe ich in der knappen Zeit versucht darüber nachzudenken, wie ich es besser machen kann. Besser in dem Sinne, dass ich wieder mehr “Traktion” im Sinne von einem “Hinzu” zu diesem Projekt finde. Und das, was Sie hier gelesen haben, ist das Ergebnis. Ich hoffe, Sie können damit leben.

Wenn Sie diesen Newsletter schon ein wenig länger verfolgen oder eines meiner Seminare besucht haben, dann wissen Sie, dass ich mich laienhaft mit etwas beschäftige, was wir weitestgehend vereinfacht als “Hirnforschung” beschreiben können. Mein Interesse gilt dabei insbesondere der Wissensvermittlung mit dem Fokus auf eine EFFEKTIVE Wissensvermittlung. Neben dem Feedback und den Wünschen, die ich von Ihnen erhalten habe, wollte ich auf jeden Fall einige Methoden der effektiven Wissensvermittlung aus der Hirnforschung nutzen, um diesen Newsletter noch “verrückter” zu gestalten. Ich habe mein Ziel erreicht, wenn Sie diesen Newsletter nie vergessen und ihn als DEN Newsletter in Erinnerung behalten, in dem ein Thema (Datenschutz) auf eine vollkommen unübliche Weise “angegangen” wurde.

Vielleicht werden einige Wenige diese Methode nicht mögen. Das kann ich leider nicht ändern. Für die, die bleiben wollen, kann ich versprechen, dass die Methode der Wissensaufbereitung sicher besser “anhaftet” als das, was sie von klassischen Newslettern und/oder juristischen Ausführungen kennen.

In diesem Sinne…viel Spaß!

Ihr Stephan Hansen-Oest